Wutanfall 

6 erprobte Strategien, um die Situation sofort zu entspannen

Der Wutanfall scheint unvermeidbar mit der Autonomiephase im Kleinkindalter verknüpft zu sein. ... und ist so gefürchtet. Wenn du morgens schon aufstehst und den ersten Trotzanfall des Tages fürchtest, dann ist es an der Zeit, dich darauf vorzubereiten.

Diese 6 Strategien werden dir helfen, die Situation besser zu begleiten und sie als Teil der normalen Entwicklung deines Kindes anzunehmen.


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1.  Präsent sein und zuhören

Meine Empfehlung Nummer Eins ist es, präsent zu sein.

Dies klingt sehr einfach, oder? Allerdings bedeutet es, einfach in der Situation zu sein - ohne Bewertung, ohne Handlung, ohne Kontrolle übernehmen zu wollen.

Dein Kind schreit und weint und tritt vielleicht sogar aus? Du sitzt daneben und sorgst dafür, dass es sich und dich nicht verletzt. Sagt es etwas?

Dann höre zu. Versuche herauszufinden, was dein Kind so in den Wutanfall treibt.

2. Einfühlsam sein

Es ist unsere natürliche Reaktion, dass wir den Wutanfall gerne stoppen wollen. Wir gehen alle möglichen Techniken durch und wollen einfach nur, dass "es aufhört".

Wenn es dann nicht "funktioniert", gehen wir davon aus, dass es etwas anderes geben muss.

Doch manchmal braucht unser Kind einfach nur jemanden, der es in seinem Wutanfall annimmt. Der all seine Gefühle aushält, jemanden, der es annimmt so wie es gerade ist und der mit ihm diesen gewaltigen Gefühlssturm durchlebt, ohne ihn wegmachen zu wollen.

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3. Zwischen Gefühlen und Verhalten unterscheiden

In so einem Wutanfall kann es passieren, dass dein Kind seine Gefühle auch im Verhalten "herauslässt": Hauen, Treten, Dinge durch die Gegend schmeißen.

Wichtig ist es darauf zu reagieren. Es ist in Ordnung seine Wut zu zeigen, es ist nicht in Ordnung andere zu verletzen oder sich selber.

"Ich sehe, dass du wütend bist, das ist o.k. Es ist nicht o.k., mich zu treten."

4. Auf deine Stimme achten

Deine Haltung während des Wutanfalls ist entscheidend.

Nicht persönlich nehmen. Egal, worum es geht, es geht nicht um dich persönlich!

Bleibe neutral, ruhig, fest. Du bist gerade der Fels in der Brandung für dein Kind. Handle in Liebe. Du setzt eine Grenze für dein Kind. Der Wutanfall markiert eine Frage, deine Antwort geschieht mit Liebe nicht aus Frustration oder Ärger.

Versuche insgesamt nicht viel zu sprechen. Spiegel die Gefühle deines Kindes mit liebevollen Worten. Nicht komplex. Eher einfach.

Reden könnt ihr später, wenn alle Gemüter sich wieder beruhigt haben.

5. Nähe aufbauen im Wutanfall

Manchmal reicht vielleicht unsere Stimme nicht aus, um unser Kind im Wutanfall zu beruhigen. Manchmal müssen wir vielleicht auch Nähe aufbauen, um unser Kind oder uns selber zu schützen.

Wenn sich dein Kind ruhiger fühlt, wenn du eine Hand auf seine Schulter legst oder näher an es heranrückst, dann nutze diese Möglichkeit.

Habe es nur im Hinterkopf, dass manchmal Berührungen während eines Wutanfalls so gar nicht willkommen sind - nimm auch das nicht persönlich!

Allerdings geht die Sicherheit immer vor - unabhängig von der Reaktion deines Kindes.

6. Egal was, egal wie: immer ruhig bleiben

Was auch immer deine Strategie ist, um bei dir zu bleiben, jetzt ist der Moment dafür!

Nützlich: Atmen, ein Mama-Mantra oder dich daran erinnern, dass dieser Wutanfall gerade Teil des Prozesses ist, um heranzuwachsen.

Denn du bist Teil des Prozesses. Du hilfst deinem Kind seine Gefühle zu verstehen und zu regulieren. Wenn du Ruhe und Stabilität ausstrahlst, kann dein Kind dies nutzen, um sich selber wieder zu beruhigen.

Versetze dich mental an einen ruhigen Ort.

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